Von Steffi Rehm publiziert am 29. November 2016

Was ist eigentlich guter Content? Teil5 – Der Website-Text

Content ist King! Auch wenn dieser Leitsatz den meisten bereits aus den Ohren raushängen mag, hat er durchaus seine Berechtigung. Doch was bedeutet er eigentlich konkret, wenn es um die tatsächliche Umsetzung geht? Und wie sieht diese im Idealfall in der Königsdisziplin, dem Erstellen effizienter Website-Contents aus? Guter Content ist mehr als ein fehlerfrei formulierter Text auf Ihrer Homepage, so viel sei verraten. Doch was braucht es, um Ihren Inhalten die Krone aufzusetzen?! 

Web-Content Tipp1: Struktur trifft Usability

Schlecht strukturierte Texte machen es dem User und Ihrem potenziellen Kunden schwer, Ihre Inhalte und Angebote rasch zu erfassen. Vor allem, da Website-Besucher Texte online viel mehr bloß scannen, als dass sie sie wirklich lesen. Die User überfliegen die Inhalte und durchsuchen Zwischenüberschriften und hervorgehobene Formulierungen nach bestimmten Kerninformationen. Daher ist es sinnvoll, einen Website-Text stets mit einer sinnvoll strukturierten Gliederung, zahlreichen Zwischenüberschriften und sinnhaften Absätzen zu versehen.

Texte sowie Sätze sollten nicht zu lang sein, da langes Lesen am Bildschirm das Auge anstrengt. In der Regel gilt: Eine Information pro Satz. Floskeln, Superlative und Füllwörter sind unnötig. Vielmehr ist es zentral, auf den Punkt zu kommen und die Dinge beim Namen zu nennen. Ein kurzes Beispiel: eine Ananas ist eine Ananas und keine gelbe stachelige Süßfrucht.

Bulletpoints, Bilder, Grafiken und Videos erleichtern das schnelle Erfassen von Inhalten ebenfalls. Aus diesem Grund belohnt Google multimedial aufbereitete Contents mit guten Rankings.

Ebenfalls hilfreich: Heben Sie wichtige Aussagen und Zitate von zufriedenen Kunden hervor. Markieren Sie sie fett, kursiv oder stellen Sie sie visuell in einem Kasten mit einer anderen Hintergrundfarbe dar. Das ist ein Eyecatcher. 

Web-Content Tipp 2: Inhalt trifft Mehrwert

Für wen schreiben Sie? Wer ist Ihre Zielgruppe – oder noch besser: wer ist Ihre Buyer Persona? Gibt es gleich mehrere Personas, die Sie mit Ihrem Inhalt erreichen möchten, sodass es vielleicht sinnvoll ist, eine duale Content-Strategie zu verfolgen?

Wichtig ist, dass User beziehungsweise potenzielle Kunden auf Ihrer Website Inhalte finden, die Ihre Bedürfnisse, Probleme und Herausforderungen aufgreifen und sie „an die Hand“ nehmen.

Viele Website-Betreiber arbeiten zu diesem Zweck mit abgegrenzten Bereichen. Der User erkennt so auf den ersten Blick, welche Inhalte für ihn interessant und hilfreich sein können:

 

 Beispiel personalisierte Website.png

 

 Beispiel Guter Website Content2.png

 

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Buyer Personas konkret definieren: im folgenden Whitepaper erfahren Sie mehr:

Zum E-Book

 

Weiter bedeutet Mehrwert auch das Bereitstellen von Contents, die folgende Kriterien erfüllen: 

  1. informativ
  2. nicht werblich
  3. unique
  4. relevant, z.B. eine Hilfe beim Lösen eines Problems
  5. mit erkennbarem Benefit, z.B. inkl. Infografik zum kostenlosen Download
  6. eventuell exklusiv, nur für einen bestimmten Leserkreis

Web-Content Tipp 3: SEO trifft Interaktion

Der beste Website-Content nützt nichts, wenn er nicht gefunden wird. Mit den Grundlagen, also themenrelevanten Keywords mit hohem Suchaufkommen bei niedrigem Wettbewerb und SEO-konformen Meta Descriptions, ist die Arbeit leider noch nicht getan.

Die Anforderungen ans SEO entwickeln sich wieder. So geht der Trend hin zu

  1. responsive oder mobile optimierten Contents,
  2. multimedial aufbereiteten Inhalten
  3. und in Zeiten von Spracherkennung, Google Voice Search und Cortana zu sogenannten Longtail Keywords.
  4. Ebenfalls zu empfehlen bezüglich Spracherkennung sind Überschriften, die in Form von Fragen formuliert sind sowie FAQs und Markups zur Beantwortung von Fragen.

Des Weiteren ist es sowohl für den User als auch aus SEO-Sicht wichtig, dass der Website-Besucher die Möglichkeit hat, mit Ihnen zu interagieren.

Erlauben Sie Usern und potenziellen Kunden, selbst aktiv zu werden und auf Ihre Contents zu reagieren. Integrieren Sie dazu beispielsweise Call-to-Action-Buttons oder Kontaktformulare zum Anfordern eines unverbindlichen Angebots. Weiter können Sie einen Livechat zum Beantworten von Fragen erstellen und Möglichkeiten bieten, sich für einen Newsletter anzumelden oder Ihre Inhalte mit Kommentaren zu versehen und sie über Social Media Buttons auf Facebook und Co. zu teilen. Dies bringt Ihnen weiteren Traffic und stärkt Ihre Sichtbarkeit.

Heute sind Contents längst kein Monolog mehr, sondern ein Dialog! 

Web-Content Tipp 4: Qualitätssicherung trifft Brand Voice

Guter Website-Content ist das Ergebnis guter Teamarbeit. Nach Erstellen des Textes ist es wichtig, dass ein Zweiter den Text gegenliest, ein Dritter die Abläufe testet und ein Vierter die Einhaltung der sogenannten Brand Voice sicherstellt. Bei letzterem geht es darum, dass jeder Text sprachlich zur restlichen Unternehmenskommunikation (Text auf weiteren Unterseiten, im E-Mail-Newsletter etc.) passt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Corporate Wording. Genau wie das Design Ihrer Website sollen auch die Texte die Brand Awareness und den Wiedererkennungswert steigern.

Fragen Sie sich daher: Wie wird der User angesprochen? Direkt oder indirekt? Gesiezt oder geduzt? Welche Tonalität gilt für die Inhalte?

Qualitätssicherung ist das A und O. Rechtschreibfehler, unterschiedliche Ansprache und Formulierungen, tote Links, fehlende interne Verlinkungen - das sollten Sie versuchen zu vermeiden!

 

Zusammengefasst – guter Website-Content ist:

  1. strukturiert
  2. unique
  3. klar formuliert
  4. relevant und mit Mehrwehrt
  5. informativ
  6. SEO-optimiert
  7. multimedial aufbereitet
  8. User-freundlich in der Darstellung
  9. interaktionsfähig
  10. qualitativ
  11. corporate

 

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