Von Steffi Rehm publiziert am 8. November 2016

Was ist eigentlich guter Content? Teil2 – Der Blogbeitrag

Pubertierende Teenies mit Nerd-Brille, Zahnspange und ihren geliebten Selfies – das Bild der Blogger hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Längst haben sich diese Blogger als ernstzunehmende Trendsetter und Meinungsmacher im Web etabliert. Die erfolgreichsten unter ihnen verbringen mehrere Stunden täglich mit dem Texten, Filmen, Fotografieren, Publizieren und Teilen ihrer Inhalte. Hobby-Bloggerei war gestern! Wer sich von der Flut der Influencer absetzen möchte, sollte auf regelmäßige, hochwertige und professionelle Inhalte setzen.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie gute Contents mit Mehrwert für Ihren Blog erstellen können:

Die Konzeption: strukturierte Ideenfindung statt Musenkuss

Kennen Sie das? Sie sitzen vor dem Rechner und es mag Ihnen so gar nichts einfallen, worüber Sie schreiben könnten.

Wer täglich Blogbeiträge verfassen und publizieren möchte, sollte nicht darauf warten, irgendwann von der Muse geküsst zu werden. Überlegen Sie sich also strategisch, worüber Sie schreiben wollen, an wen sich der Content richten und wie ein Beitrag aufgebaut sein soll. Das macht Ihnen das eigentliche Schreiben leichter und erspart Ihnen jede Menge Zeit.

Ideenfindung und Recherche: Google, Google News, themenspezifische Online-Magazine, Konkurrenzportale und Co. liefern Inspiration sowie Information, wenn es um das Finden eines Themas und das Schreiben eines Blogbeitrags geht. Überlegen Sie sich:

 

  • An wen soll sich der Beitrag richten?
  • Welche Inhalte interessieren Ihre Leser oder helfen ihnen beim Lösen eines Problems? 
  • Was ist das Ziel Ihres Beitrags? 
  • Welche Fakten müssen in den Text, um dieses Ziel zu erfüllen? 
  • Um welche Art des Inhalts soll es sich handeln?
    Educational Content? Ein Kommentar mit Ihrer Meinung zu einem bestimmten Thema? Eine Serie mit mehreren aufeinanderfolgenden Teilen zu ein und demselben Sachverhalt?

 

Wenn Sie ein Thema gefunden haben, ist es sinnvoll, im Vorfeld eine Struktur zu erstellen und den Beitrag schon einmal gedanklich in Zwischenüberschriften und Absätze zu gliedern. Machen Sie dazu ein Brainstroming, eine Mindmap, ein Cluster – das unterstützt die Ideenfindung sowie das Strukturieren.

Grob gesagt, sollte der Bauplan für einen Blogbeitrag wie folgt aussehen:

Blog_Aufbau.png

Wenn Sie Ihr Thema und Ihren Aufbau mit allen Zwischenüberschriften definiert haben, müssen Sie „nur“ noch die Lücken dazwischen mit Inhalten füllen.

 

Der Inhalt: Storytelling statt Schreibblockade

Manchmal ist es gar nicht so einfach, den Einstieg zu finden und einfach drauf los zu schreiben. Warum fangen Sie also nicht einfach irgendwo in der Mitte an? Beginnen Sie mit dem, was Sie wissen und womit Sie sich sicher fühlen.

Versuchen Sie zudem stets so zu schreiben, als würden Sie Ihrem Gegenüber gerade eine Geschichte erzählen. Bildhaftes Schreiben regt die Fantasie des Lesers an und hilft Ihnen thematische Zusammenhänge verständlicher darzustellen. Das klappt nicht auf Anhieb so, wie Sie sich das wünschen? Kein Problem – an den Feinschliff können Sie sich später noch setzten. Denken Sie beim Schreiben außerdem nur von Abschnitt zu Abschnitt und formulieren Sie pro Satz nur einen Gedanken.

Des Weiteren gilt: Seien Sie beim Schreiben unbedingt Sie selbst. Ihre Inhalte sollen unique und authentisch sein. Im Gegensatz zu einer Nachricht beziehungsweise zu Beiträgen eines Nachrichtenmagazins dürfen Ihre Blogbeiträge meinungsgefärbt verfasst werden und Lesern Inspiration, Mehrwert und ggf. einen neuen „Point of View“ anbieten. Das ist es, was einen guten Blog ausmacht!

Außerdem lohnt es sich, vor dem Schreiben eine kleine Keywordrecherche (beispielsweise über Keywordtools wie den Google Keyword Planner) zu machen. So werden Ihre Inhalte über die Suchmaschine nicht nur besser gefunden, die Schlüsselworte können Ihnen auch dabei behilflich sein, inhaltlich eine konkrete Richtung zu finden.

 

Die Headline: Lasso statt Laissez-faire

Professionelle Blogger und Journalisten wissen, wie schwer es ist, eine fesselnde, zum Klicken-bewegende Headline zu formulieren. Sie soll wie ein Lasso den Leser einfangen. Mit einer guten Headline wird also nicht nur der Inhalt des Blogbeitrags mit wenigen Worten widerspiegelt, sondern auch der User zum Lesen animiert. Genau das macht sie knifflig.

Intensives Brainstorming, Keyword-Recherchen und kreative Wortspielereien gehören aus diesem Grund zum Kreationsprozess einer packenden Headline. Häufig nimmt daher das Finden einer originellen Überschrift 80 Prozent der Zeit ein, die es für das Schreiben des gesamten Beitrages bedarf.

Achtung: eine gute Web-Überschrift unterscheidet sich von der Headline einer Tageszeitung oder eines Zeitschriftenartikels. Anders als bei Printmedien, scannt der Leser die Überschrift online nämlich in nur wenigen Millisekunden. In dieser kurzen Zeit die Aufmerksamkeit eines Users zu gewinnen, ist schwierig. Dabei helfen können aber beispielsweise Headlines aus Zahlen in Kombination mit 6 bis 8 Worten. Zum Beispiel: „Die 10 besten...“.

Eine gute Web-Headline soll also für eine kurze Aufmerksamkeitsspanne konzipiert sein und das Wichtigste in wenigen Worten widergeben können.

 

21 Tipps zum Erstellen einer optimalen Headline finden Sie in unserem Beitrag: DIE IDEALE HEADLINE ALS KLICKS-BRINGER

 

Das Feedback: rege Interaktion statt Monolog

Mit dem Schreiben und Veröffentlichen eines Blogbeitrags ist es heute nicht getan. Zu einem guten Content gehört der Austausch mit den Lesern, das Reagieren auf Kommentare, das Diskutieren eines Themas sowie das Einholen von direktem Leser-Feedback zur Optimierung künftiger Inhalte.

Der beste, fehlerfreie und Keyword-optimierte Content nützt Ihnen nichts, wenn er den Geschmack Ihrer Leserschaft nicht trifft. Tasten Sie sich an Ihre Leser heran und optimieren Sie ggf. künftige Beiträge. Bei aller Authentizität ist es wichtig, mit der Zeit ein Gefühl dafür zu entwickeln, was Ihr Publikum gerne von Ihnen lesen würde oder womit Sie es künftig noch besser zu unterhalten oder informieren vermögen. Zudem können Sie mit diesem direkten Feedback jede Menge Zeit bei der Themenfindung für künftige Beiträge sparen.

 

Weitere Tipps zum Schreiben von suchmaschinen-optimierten Blogbeiträgen lesen Sie auch in unseren Artikel: WIE SCHREIBE ICH EINEN BLOG – IN 5 SCHRITTEN DIE IDEE AUF PAPIER BRINGEN

Viel Erfolg!