Von Steffi Rehm publiziert am 2. August 2017

Earned Traffic und Social Engagement erhöhen: Die Königsdisziplin im Social Media Management

Sie haben eine professionelle Facebook-Seite für Ihr Unternehmen erstellt, posten regelmäßig und sind von Ihren Inhalten überzeugt – trotzdem kommen von der Community nur wenig Likes, Shares, Kommentare oder Reviews? 

Die Interaktion auf Ihrer Page geht gegen Null, der ROI bleibt auf der Strecke. Woran kann das liegen? Leider reicht eine ansprechend gestaltete Unternehmensseite auf diversen Social Media-Plattformen nicht aus, um die User zu aktivieren. Darum spricht man auch beim Social Engagement von der Königsdisziplin, in der sich Social Media Manager unter Beweis stellen müssen.

Doch wie lässt sich das Social Engagement eigentlich erhöhen? Welche Rolle spielt der sogenannte Eraned Traffic dabei? Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps mit an die Hand, wie Sie – ohne den Einsatz hoher Mediabudgets – Ihre Fans und Follower zu mehr Engagement animieren.

Zu nächst einmal zur Definition:

Earned Traffic – Besucher beziehungsweise Klicks, die über Links generiert werden, die von anderen Social Media-Nutzern zu Ihrem Kanal gesetzt wurden. Je mehr Earned Traffic Sie generieren können, um so höher sind die Chancen auf eine hohes Social Engagement auf Ihren Seiten.

Social Engagement – Kommentare, Bewertungen, Gefällt-mir-Angaben, Likes und Shares zu Ihren Beiträgen

 

Aber nun zur Sache. So steigern Sie Earned Traffic und Social Engagement für Ihre Sozialen Kanäle wie Facebook, Twitter oder Instagram.

Setzen Sie auf Social Media Contents mit Mehrwert und deren Messung!

Vielleicht sind Sie von Ihren Inhalten überzeugt, doch ist es Ihre Zielgruppe auch? Die Grundlage aller Maßnahmen zur Steigerung des Traffic und Engagements sind Posts, die relevant sind und einen echten Mehrwert bieten. Vor allem Gewinnspiele, Verlosungen, Rabatt-Aktionen oder Wettbewerbe erhöhen die Interaktion Ihrer Community. Seien Sie kreativ. 

Auf dem Vormarsch sind zudem Postings in Echtzeit, z.B. über Facebook Live. Auch Twitter plant derzeit das Einführen von Realtime Videos (Twitter Live Video Programming 24/7), ähnlich wie bei Snapchat. 

Setzen Sie weiter auf maßgeschneiderte Inhalte für Ihre Community, in dem Sie sogenanntes Social Listening (z.B. über Tools wie Falcon) betreiben. Erstellen Sie zunächst eine Persona stellvertretend für Ihre Zielgruppe auf Facebook, Twitter und Co. Was interessiert diese Persona, wie verhält sie sich beziehungsweise wie konsumiert sie die sozialen Netzwerke? Welche Beiträge und Themen gefallen ihr und auf welche reagiert sie? Die Erstellung einer Persona ist zudem wichtig, wenn Ihre Social Media Maßnahmen im Rahmen einer Inbound Marketing Kampagne stattfinden.  

 Was machen eigentlich die anderen auf Facebook und Co.?

Es ist immer hilfreich, wenn man auf aktuelle Themen mit aufspringt, die gerade für einen großen Hype sorgen. Sei es die Fußball-Weltmeisterschaft, die New York Fashion-Week oder ein anderes Großereignis. Wichtig ist hier die Themenrelevanz – oder zumindest das Münzen eines Themas auf Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung – sowie die Nutzung der jeweiligen offiziellen Tags und Hashtags. Das gleiche gilt im Übrigen auch für besondere Tage im Jahr wie Weihnachten oder Ostern, die Sommerferien und ja, sogar der Geburtstag der Queen.

Traffic generieren: Gewinnen Sie Influencer und Multiplikatoren, machen Sie Fans und Follower zu Fürsprechern Ihrer Kanäle

Gehen Sie Kooperationen mit (Micro-) Influencern ein. Multiplikatoren wie YouTuber müssen nicht immer über große Influencer-Agenturen gebucht werden. Wenden Sie sich persönlich an Micro-Influencer mit 1.000 bis 50.000 Followern, die zu Ihrer Marke passen und für Sie durch Erwähnungen den Earned Traffic steigern. Gehen Sie eine langfristige Zusammenarbeit ein. Etablieren Sie kleine Influencer-Förderprogramme und bauen Sie Ihre eigenen Multiplikatoren selbst auf. Gerade am Anfang bedeutet das viel Arbeit, lohnt sich aber wenn man bedenkt, was so mancher YouTuber und Instagram-Star heute für einen Post verlangt. Zudem erreichen Sie auch über Micro-Influencer genau Ihre Zielgruppe und genießen mit Ihnen vielleicht noch einen viel höheren Trust, als über offensichtlich gekaufte Posts von jemandem, der scheinbar nur noch gegen Geld seine Kanäle bedient.

 Auch wichtig ist es, bereits bestehende Fans und Follower zu pflegen und zu Fürsprechern Ihrer Sozialen Kanäle zu machen. Sie sind bereits von Ihnen überzeugt, sonst würden Sie Ihnen nicht folgen. Mit ein wenig Anreiz empfehlen Sie sie weiter!

 Zusatz-Tipp: Erstellen Sie eine (Facebook-)Gruppe zu einem relevanten Thema und mit Querverlinkungen zu Ihrem Kanal. So können Sie zusätzlichen Traffic generieren. 

Bedenken Sie das Nutzerverhalten der heutigen Generation

Setzen Sie bei Ihren Post auf Bewegtbilder. Animationen, 360°-Videos und kleine GIFs erhalten viel mehr Aufmerksamkeit als Text-Posts. Der Trend in Sachen Nutzerverhalten geht immer mehr hin zu Bewegtbild, Audio und mobiler Nutzung über das Smartphone. Die Aufmerksamkeitsspanne sinkt.

Des Weiteren wollen User über soziale Netzwerke einen Dialog führen und keinen Monolog mitlesen. Fragen Sie sie also nach ihrer Meinung über Twitter-Umfragen oder Facebook-Aufrufe zu Bewertungen, z.B. wenn es um das Design eines neuen Produktes geht. Regen Sie Diskussionen an, involvieren Sie Ihre Community in Ihr Doing und fördern Sie so die Interaktion.

Übrigens, Sie involvieren die Fans und Follower auch, wenn Sie sie hinter die Kulissen blicken lassen wie zum Beispiel mit Making-Offs. 

Mediabudget und der Mythos von viralen Inhalten

Zum Thema „viral“: Viral geht auch das tollste Video erst, wenn eine kritische Masse erreicht wurde. Erst dann beginnt sich das Bewegtbild von selbst zu verbreiten – sollte es sich um einen besonders lustigen, aufwändigen oder informativen Inhalt handeln. Auch die ganz großen Unternehmen müssen hier erst einmal Mediabudget in die Hand nehmen. Es kann sich also lohnen zumindest am Anfang in Social Adverising zu investieren. Auch sogenannte „Dark Posts“, also bezahlte Posts, die nicht auf der Wall gezeigt werden, bringen manchmal mehr Engagement, als ein Post, der einmal in der Chronik geteilt wurde.

Dafür bietet zum Beispiel Facebook automatisierte A/B-Tests und über den Relevant Score erhalten Sie Rückmeldung darüber, wie Ihre Ads bei Ihrer Zielgruppe ankommen.

Für den kleinen Geldbeutel: Facebook und Instagram engagieren sich mit Ihren Small Business-Lösungen für kleine Unternehmen und Start-ups mit kleinen Budgets und deren Wachstum: „Jedoch hören wir von Kleinunternehmen, dass sie sich schnellere, einfachere und kostengünstigere Methoden wünschen, um neue Inhalte auf Facebook und Instagram zu erstellen. Aus diesem Grund haben wir Mobile Studio entworfen, eine neue Möglichkeit, mit der wir Unternehmen zeigen möchten, wie einfach es ist, lediglich mithilfe eines Mobilgeräts großartige Anzeigen zu gestalten.“

 Mehr dazu lesen Sie hier: Small Business-Lösungen 

Last but not least: Nutzen Sie (neue) Social Media Features

Facebook Camera Effekts, Facebook Frames oder die Kamera-Suche auf Pinerest – über die Bilder von Produkten hochgeladen und Anbieter des Produkts aufgezeigt werden – kommen bei der Community immer gut an. Kleine Spielereien und neue Features, so macht Social Networking Spaß. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, folgen Sie am besten Seiten wie dem Facebook Newsroom und konsumieren Sie Soziale Netzwerke auch privat. Seien Sie stets informiert über neue Features zur Erhöhung des Social Engagements Ihrer Fans und Follower.