Von Carolin Rebhan publiziert am 19. Januar 2018

Digital Marketing Briefing: Januar-UpToDate mit comwrap

Die Dynamik des digitalen Marketings ist in aller Munde. Folglich ist es umso wichtiger, sich über die aktuellen Trends und Neuerungen auf dem Laufenden zu halten. Im Folgenden werden die Januar Insights aus den Bereichen E-Commerce, SEO und Social Media in kurzer, übersichtlicher Form für Sie aufgezeigt.

 E-Commerce

1. Browser-Push-Notifications auf Webbrowsern

Die Push-Notifications Funktionalität, welche in der Vergangenheit nur bei Apps eingesetzt wurde, ist nun auch auf Webbrowser übertragen worden. Die allgemeinen Vorteile von Push-Notifications liegen darin, dass sie Hinweise auf Inhalte geben und eine hohe Aufmerksamkeit generieren. Die Implementierung einer solchen Push-Notification ist relativ einfach, da lediglich ein JavaScript-Code eingebettet werden muss. Einige Tools bieten – neben der Möglichkeit zu segmentieren – auch eine Begrenzung der Anzeigehäufigkeit. Die Nutzung von Push-Notifications in der Praxis hat gezeigt, dass man in kurzer Zeit einen direkten Zugang zu den Nutzern gewinnen kann. (Quelle: https://omr.com/de/iosis-browser-push-notifications/)

 

  1. Accelerated Mobile Pages für Online Shops

Die Tatsache, dass das Internet zunehmend mobil ist, bringt neben Vorteilen auch einige Risiken mit sich. Das Hauptproblem mobiler Seitenaufrufe besteht in den z.T. langen Ladezeiten, was einen regelrechten Conversion-Killer darstellt. Hier setzen Accelerated Mobile Pages (AMP) an: Sie beschleunigen mobile Seiten und verbessern somit das Nutzererlebnis. Dies wird dadurch erreicht, indem Seiteninhalte um aus Nutzersicht weniger wichtige Inhalte bereinigt werden. Die entsprechenden CSS- und Javascript-Bestandteile werden verzögert oder gar nicht geladen. Für die Shop Softwares Magento und Shopware sind AMP-Plugins für statische Seiten, also z.B. Kategorie- und Produktseiten, verfügbar. Bei Warenkorbseiten und Seiten des Checkouts ist der Einsatz von AMP-Lösungen derzeit noch nicht möglich. (Quelle: https://de.ryte.com/magazine/accelerated-mobile-pages-ladeturbo-fuer-onlineshops)

 

  1. Rabatt-Hype: So können kleine Online Shops dagegenhalten

Große Online Shops wie Amazon und eBay profitieren erheblich von bekannten Rabattaktionen wie den Black Friday-Wochen. Kleinere Online Shops können sich nur schwer über den Preis von den Big-Playern differenzieren. Ihre Chance besteht allerdings darin, über Content (Storytelling) einen Mehrwert zu schaffen, der wiederum einen höheren Preis rechtfertigt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Black Friday-Rabatte für Händler von margenstarken Produkten attraktiv sind. Kleinere Shops sollten vielmehr die Positionierung in den Vordergrund stellen und mit Content-Commerce ihre langfristige Richtung einschlagen. (Quelle: https://www.adzine.de/2017/11/rabatt-hype-wie-kleine-onlineshops-mit-content-commerce-dagegenhalten-koennen/)

 

  1. Chatbots zur Kundenkommunikation?

Sprachgesteuerte Systeme erobern zunehmend den Massenmarkt und ebnen damit auch der automatisierten Kundenkommunikation den Weg. Alexa, Cortana & Co. sind bereits im persönlichen Umfeld der Menschen angekommen. Folglich wird die intelligente Kommunikation auch Einfluss auf den Kundendialog nehmen. 2017 lehnte die Hälfte der befragten Online-Einkäufer eine Kommunikation mit Chatbots noch ab. Bei einigen Unternehmen, wie der Lufthansa und Zalando, kommen Chatbots bereits zum Einsatz. Kundenseitige Vorteile liegen in der Zeitersparnis und der Flexibilität (24/7). Unternehmen profitieren von Kostenersparnissen, da durch Chatbots die Relevanz von Callcentern sinkt. Ob der Einsatz von Bots sinnvoll ist sollte situationsspezifisch entschieden werden. Dabei sollte im Vordergrund stehen, welchen Nutzen der Kunde aus dem Dialog mit Bots ziehen kann. (Quelle: https://www.estrategy-magazin.de/2017/der-bot-mehr-als-ein-lustiger-avatar.html)

SEO

  1. Macht ein Slash am Ende einer URL einen Unterschied?

Ob nach dem Hostnamen ein Slash (z.B. http://www.example.com/) folgt, spielt für das Crawling keine Rolle. An anderen Stellen der URL macht es jedoch einen Unterschied (z.B. http://www.example.com/meinpfad/). Der abschließende Slash im zweiten Beispiel weist nämlich auf ein Unterverzeichnis hin. Durch das nicht korrekte Setzen von Slashes werden Google und andere Crawler verwirrt, unter Umständen werden dann beide URL-Varianten indexiert, wodurch Duplicate Content entsteht. (Quelle: https://seo-portal.de/slashes-am-ende-von-urls/)

 

  1. Google erlaubt längere Snippet-Texte

Die Länge der Snippet-Texte war bislang auf zwei Zeilen begrenzt. Jetzt hat Google bestätigt, im Durchschnitt längere Snippets auszuspielen. Auf diese Weise sollen die Nutzer einfacher entscheiden können, ob ein Suchergebnis relevant für ihre Suchintention ist oder nicht. Teilweise kommt es vor, dass Google auf die hinterlegte Meta-Description verzichtet und stattdessen auf Textelemente der Seite zurückgreift oder die hinterlegte Description um weitere Textelemente verlängert. Aus SEO-Sicht besteht folglich Handlungsbedarf: Diejenigen, die ihre Snippet-Texte rasch anpassen, werden vermutlich eine bessere Klickrate erzielen. Die verlängerten Snippet-Texte bieten Vor- und Nachteile. Ein erheblicher Vorteil besteht darin, dass erklärungsbedürftige Produkte verständlicher dargestellt werden können. Nachteil ist, dass Klicks verloren gehen können, wenn zu viele Informationen auf der Ergebnisseite schon vorab preisgegeben werden. (Quellen: https://de.ryte.com/magazine/google-spielt-laengere-snippets-aus-optimierungstipps-fuer-deine-meta-descriptions / https://www.sistrix.de/news/google-erlaubt-laengere-snippet-texte /
https://www.dixeno.de/google-erweitert-meta-descriptions/)

 

  1. Neuerungen in der Google Search Console für 2018

Google arbeitet bereits seit längerem an einer neuen Version der Search Console, ein Veröffentlichungstermin ist allerdings bislang noch nicht bekannt. Folgende Neuerungen soll die neue Version beinhalten:

  • Zugriff auf historische Daten der letzten 12 Monate (Aktuell enden diese nach 90 Tagen)
  • Erweiterung der Berichte und Statistiken
  • Auflistung von Noindex-Seiten und Duplicate Content-Seiten
  • „Index Coverage Report“ (Anzahl indexierter Seiten und Informationen, warum bestimmte Seiten nicht indexiert wurden mit Möglichkeiten zur Behebung)

(Quelle: https://seo-portal.de/neuerungen-bei-der-google-search-console/) 

Social Media

  1. Sechs Content-Tipps für mehr Social Proof

Um mit Beiträgen mehr sogenannte „Social Singals“ zu erhalten, sollten folgende sechs Tipps beachtet werden.

Tipp 1: Überschriften sollten regelmäßig mithilfe von A/B-Tests optimiert werden.

Tipp 2: Ausführliche Texte sind interessanter für Backlinks. Die Nutzung von Videos, Grafiken usw. ist generell sinnvoll zur visuellen Informationsdarstellung.

Tipp 3: OpenGraph & Meta-Tags sind regelmäßig zu optimieren.

Tipp 4: Content in sozialen Netzwerken ist mehrfach zu teilen.

Tipp 5: Die Position der Share-Buttons ist regelmäßig zu testen.

Tipp 6: Schnellere Ladezeiten sind beim Share (<1 sek) möglich.

(Quelle: https://www.121watt.de/social-media/content-tipps-fuer-social-signals/)

 

  1. Facebook News Feed Algorithmus: Engagement Baiting wird abgestraft

Unternehmen die Engagement Baiting betreiben (z.B. „Markiere einen Freund“) werden künftig weniger organische Reichweite im News Feed erhalten. Dabei geht es nämlich weder um die Voting-Ergebnisse noch um inhaltliche Kommentare, sondern ausschließlich um das Ziel die Reichweite zu steigern. Mit Social Media hat das folglich wenig zu tun. Einen Mehrwert für den Nutzer wird nicht generiert. (Quelle: http://www.futurebiz.de/artikel/facebook-news-feed-algorithmus-update-das-ende-fuer-engagement-baiting/#more-39061)

Marketing Trends 2018

  1. Expertenmeinungen zu den Marketing Trends 2018

Experten, unter anderem von Salesforce, IBM und Publicis Media über die Marketing Trends 2018:

  • Eine bessere Definition von Kundenbedürfnissen durch die Nutzung von künstlicher Intelligenz & automatisiertem Real-Time-Marketing soll ermöglicht werden.
  • Automatisierung, CRM und End-to-End-Tracking während der gesamten Customer Journey spielen eine noch wichtigere Rolle.
  • Die Transparenz, insbesondere in Bezug auf persönliche Daten, wird steigen. Marketing-Verantwortliche müssen sich auf aufgeklärtere Kunden einstellen.
  • Messenger-Dienste wie Chatbots & Sprachsteuerung werden zunehmend wichtiger.
  • Mithilfe von internen Markenbotschaftern sollen aus abstrakten Unternehmen liebenswerte Brands gemacht werden.

(Quelle: https://pr-blogger.de/2017/11/30/marketing-trends-2018-worauf-sich-experten-von-salesforce-ibm-und-publicis-media-einstellen/)

Wir halten Sie auf dem Laufenden. Freuen Sie sich auf Februar, dann folgt die nächste Ausgabe unseres Digital Marketing Briefings.