Von Steffi Rehm publiziert am 1. Februar 2017

Content Recycling & Republishing für erfolgreiches Content Marketing

Aus alt mach neu - Wegwerfkultur war gestern! Der Trend vom Recycling beziehungsweise Upcycling ist auch in der digitalen Welt ein Thema: und zwar wenn es um das Publizieren von Contents geht.

Mit Content Recycling sind jedoch folglich keine DIY-Tutorials gemeint, in denen erklärt wird, wie man selbst alte Holztüren in neue Tischplatten verwandeln kann. Es geht vielmehr darum, altbewährte Inhalte länger und besser zu nutzen. Grund dafür ist nicht etwa ein ausgeprägter Hang zu Nostalgie. Wer seine Inhalte nämlich zu einem Repost ausbaut, aktualisiert und erneut veröffentlicht, punktet aus SEO-Sicht und kann sich zugleich das Redaktionsleben viel einfacher machen.

Content Recycling – die Vorteile des Republishing

Zeitersparnis im Daily Business

Mühsam erarbeitete Contents im Web, seien es Website-Texte oder Blog-Beiträge, Online-Artikel oder Tutorials, verschwinden schon kurze Zeit nach der Veröffentlichung im digitalen Nirvana. Dabei bleibt ein guter Inhalt gut, besonders wenn es um Inhalte wie Ratgeber-Texte, Interviews oder Features geht. Viele Themen sind keine Eintagsfliegen und auch nach sechs Monaten noch aktuell und für die Leser interessant. Immer neue Themen zu finden und ausgiebige Recherchen durchzuführen, ist zudem unglaublich zeitaufwändig.

Warum also nicht recyceln und auf Reposts setzen? Alles, was es für das Reposting eines Beitrags braucht, ist ein Update oder das Weiterspinnen eines bestimmten Contents. Wer beispielsweise kürzlich über eine bestimmte App berichtet hat, kann den alten Content mit Informationen zu einem Update erweitern, ein Verbrauchertest-Video integrieren, das Ganze reposten und sich so jede Menge Zeit sparen.

Denken Sie jetzt, Content-Recycling sei nur etwas für Faule? Irrtum! Content-Recycling ist effizient und zudem ein echter SEO Booster.

Content Recycling und Republishing stärken Ihre SEO-Arbeit

Wertvolle Contents sind das digitale Kapital Ihres Unternehmens. In der Google-Suche bei den für Sie relevanten Keywords vorne zu stehen, ist das Ziel. Mit einem Repost können Sie diesem Ziel ohne viel Aufwand näherkommen. Wichtig dabei: publizieren Sie unter gleicher URL, damit die Suchmaschine nicht durcheinanderkommt und nutzen Sie alternative Keywords, um zu verhindern, dass Ihre Beiträge um die gleichen Ranking-Plätze konkurrieren.

Aufgrund des Alters der Domain genießt ein vor etwas längerer Zeit geposteter Beitrag einen gewissen Trust bei Google. Reposten Sie nun auf der gleichen URL, zahlt dieser Trustwert auf Ihr Ranking ein und bringt entsprechend mehr neue Leser auf die Seite. Das wiederum wirkt sich wieder positiv auf den Rangplatz aus. So stärken Sie Ihr Google-Ranking gleich doppelt.

Beste Voraussetzungen für Wordpress-Nutzer

Vor allem Redakteure, die das CMS Wordpress nutzen, kommen in Sachen Republishing groß raus. Wordpress bietet tolle Features für das Recycling und Reposting von Contents. So können Sie im Nachhinein problemlos das Datum der Veröffentlichung ändern, um Beiträge wieder oben auf die Seite zu stellen. Inhalte lassen sich zu jeder Zeit anpassen und erweitern. Auch verändert sich die Seiten-URL nicht, wenn man die Headline umbenennt. That’s easy!

Schritt für Schritt zum Upcycling Content

Analysieren Sie das Potenzial eines Beitrags: Welche SEO-Chancen hat der Beitrag? Wie rankt er? Wie viele Leser hatte er? Hat er Chancen, (wieder) unter die Top 10 zu gelangen? In der Regel sorgt eine Handvoll Artikel und Unterseiten für den Großteil Ihrer Websitebesucher. Genau diese Inhalte sind es wert, für eine Extra-Runde fit gemacht zu werden. 

Für das Aktualisieren von Texten gilt: Ändern Sie nicht nur zwei oder drei Sätze. Erweitern Sie Inhalte, indem Sie neue Informationen, Videos oder Infografiken einarbeiten. Was würde den Beitrag aufwerten, damit auch ein zweites Lesen lohnenswert wäre? Gibt es neue Erkenntnisse, muss eventuell das Fazit oder die Einleitung geändert werden.

Was ist aus SEO-Sicht zu beachten? Die Meta Descriptions und internen Verlinkungen sollten überprüft und ggf. aktualisiert werden. Denken Sie auch an das Verwenden von Longtail-Keywords, um die der Inhalt ebenfalls erweitert werden kann. 

Wie verfährt man mit Social Media? Es ist zu empfehlen, recycelte Contents erneut auf diversen Sozialen Kanälen zu teilen. Da auch hier die Halbwertzeit von Informationen sehr kurz ist, können Sie so neue Leser gewinnen. Dieses Potenzial sollten Sie nutzen. 

Für Fortgeschrittene: Repurposing

Online-Recycling-Profis haben meist eine ganze Reihe von Inhalten am Start, die in der Vergangenheit für Erfolge gesorgt haben. Diese lassen sich nicht nur als einzelne Beiträge wiederverwerten, sondern gänzlich in eine neue Form bringen, z.B. als E-Book mit gesammelten Werken zum Download in einer Lead-Kampagne. Diese Art der Zweitnutzung nennt sich Repurposing.

Fazit

Content Recycling beziehungsweise Upcycling spart Zeit, Geld und ist gut für das SEO. Warum also diese Disziplin nicht mit in die Content Strategie aufnehmen? Es nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, bis eine konkrete Republishing-Strategie inklusive der zugehörigen Workflows steht, ist es aber einmal gemacht, kann in der Redaktion langfristig viel Manpower eingespart werden.